Integration

Unsere Kinder sollen in der Gesellschaft Rumäniens ankommen.

Wie überwindet man Hass und Diskriminierung, wenn beide Seiten dazu nicht bereit sind? Ganz einfach: Man setzt bei den Kindern an. Kinder sehen die Welt noch nicht schwarz/weiß.

Unser Nachhilfeprogramm war ein fast ein reines Roma-Programm. Darüber waren wir nicht glücklich, war doch das Ziel Integration … aber so war es eigentlich Separation. Da wir das aber nicht so einfach ändern konnten, mussten wir es so hinnehmen. Wir arbeiteten mit den Romas und mit den Jahren wurden aus unseren kleine Wilden tatsächlich Kinder, die sich zu benehmen wussten, die ihre Schulaufgaben ordentlich erledigen konnten und lernten, Probleme mit Reden zu lösen anstatt mit den Fäusten. Stück für Stück wurden sie auch Teil der Schule und somit auch Teil ihres Klassenverbandes.
Heute sitzen Romas und Rumänen in der Schule direkt nebeneinander und das Schönste daran ist: Es ist ganz normal geworden.
Wenn unsere Kinder eines Tages erwachsen sind, dann wird es für sie auch normal werden, nebeneinander zu leben. Zugegeben, der Weg dahin ist noch weit. Aber jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Und wir sind bereit, alle weiteren Schritte mit ihnen zu gehen.